Polača

Polača ist die lokale Bezeichnung für sowohl die Lage im Inneren von Strožanac, als auch die beeindruckenden Überreste von polača (Palast), die dort zu bewundern sind und nach welchen offenbar das ganze Gebiet benannt wurde. Es handelt sich um die einzigen Überreste spätantiker Architektur in Podstrana. Das Gebäude befindet sich auf einer kleinen Anhöhe, in der Nähe einer permanenten Trinkwasserquelle, was, gemeinsam mit den Dimensionen (die Ruinen der alten Wände sind 5-6 m hoch) und einigen anderen bautechnischen Eigenschaften dieser villae rusticae (der Art des für den Bau verwendeten Steines, der Errichtung des Strebewerks und der Pflasterung des Bodens) darauf hinweist, dass es sich hierbei vermutlich um das Zentrum eines riesigen wirtschaftlichen Anwesens handelte.

Es gibt keine eindeutigen historischen Daten, die uns die Identität des Eigentümers dieses Palasts enthüllen. Es herrscht die Meinung vor, dass ein so luxuriöses Anwesen nur einer sehr bedeutenden Persönlichkeit des damaligen Podstrana gehören konnte. Ausonius, ein Großgrundbesitzer aus Podstrana, der im 5./6. Jh. gelebt hat, entspricht dieser Beschreibung sehr gut. Seine Grabstele, auf der alle seine Titel bzw. Funktionen aufgelistet werden (vorzüglicher Ehemann, Würdenträger des Hohen kaiserlichen Rates und perfekter Konsul von Dalmatien), wurde in der Nekropole in Sv. Martin gefunden.

Vom Sommerhaus Cindro an der Küste in Strožanac bis zum Polača verläuft ein Erdwall, vermutlich Überreste der römischen Grundstücksteilung, die in der Zeit der Erweiterung der Ansiedlung Salona von der anderen Seite des Flusses Žrnovnica – der Podstrana-Seite, vorgenommen wurde. Eine derart lange landwirtschaftliche Tradition und die mikroklimatischen Bedingungen in Polača, die für den Anbau hervorragender Sorten von Gemüse, Obst, Weinrebe und Oliven bestens geeignet sind, haben zu der Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft in Podstrana beigetragen.

Der wichtigste Wanderweg in Podstrana führt durch Polača. Er geht vom Gebäude des Tourismusverbands aus, führt an den Überresten der Villa Polača vorbei, zur Schotterstraße in Gornja Podstrana und dann weiter zur Sportkletterstelle am Fuße des Veliki Perun und zur Kirche des hl. Georg auf dem Gipfel Perunsko.